USS Ronald Reagan

USS Ronald Reagan – Indienststellung am 12. Juli 2003

 

Die USS Ronald Reagan (CVN-76) ist ein Flugzeugträger der United States Navy und gehört der Nimitz-Klasse an. Der Supercarrier ist das neunte Schiff der Klasse und wurde nach dem US-Präsidenten Ronald Reagan benannt. Der Träger hat seinen Heimathafen auf der Naval Base Coronado, San Diego, Kalifornien.

Die Reagan kann maximal 85 Luftfahrzeuge aufnehmen. Seit Februar 2005 bis 2010 war das Geschwader Carrier Air Wing Fourteen (CVW-14) auf der Ronald Reagan stationiert. Seit 2011 ist das CVW-2 auf der Reagan stationiert. Infolge der Sparbemühungen beschloss der amerikanische Kongress im Januar 2013, das gesamte CVW-2 bis auf Weiteres zu deaktivieren. Somit bleibt der Flugzeugträger ohne seine Flugzeuge in seinem Heimathafen Leemore NAS in Kalifornien vor Anker liegen.

USS_Ronald Reagan
Übersicht & Technische Daten
Kiellegung 12. Februar 1998
Stapellauf 04. März 2001
Indienststellung
12. Juli 2003
Heimathafen Naval Base Coronado, San Diego, Kalifornien
Wasserverdrängung 75.704 tn. l. Standard

93.284 tn. l. maximal
Länge 342,3 m (über alles)

317,2 m (Konstruktionswasserlinie)
Breite 38,5 m (Konstruktionswasserlinie)

78,3 m (Flugdeck)
Tiefgang 10,8 m Standard

11,3 m Maximal
Besatzung 3200 Schiffspersonal
2480 Fliegendes Personal
Carrier Antrieb 8 A2W-DWR, 4 Turbinen

4 Schrauben, 280.000 PS
Geschwindigkeit 33,6 Knoten (62 km/h)

36 Knoten (67 km/h)
Reichweite theoretisch unbegrenzt
B-Elemente reichen 25 Jahre
Bewaffnung 2 x ESSM-Sea Sparrow
2 x Rolling-Airframe-Starter
2 x PHALANX CIWS
Flugzeugkapazität 90 Flugzeuge und Helikopter

Einsätze & Instandsetzungen

CVN-76 wurde 1994 in Auftrag gegeben und 1998 bei Newport News Shipbuilding auf Kiel gelegt.

Nach fast drei Jahren Bauzeit lief das Schiff vom Stapel und wurde auf den Namen Ronald Reagan getauft.

Reagans Ehefrau Nancy war Taufpatin.

Im Sommer 2003 wurde die Reagan offiziell in Dienst gestellt. Die Baukosten beliefen sich auf 4,3 Milliarden US-Dollar.

Nach einer Fahrt durch die Magellanstraße wurde die Reagan in der Naval Air Station North Island in San Diego stationiert.

Von dort aus brach sie Anfang 2006 zu ihrer ersten Einsatzfahrt im Rahmen des Krieges gegen den Terrorismus und des Irakkrieges in den Persischen Golf auf.

Auf der Rückfahrt nahm sie am Manöver Valiant Shield teil. Bereits ein halbes Jahr nach der Rückkehr, Anfang 2007, verlegte die Ronald Reagan ein zweites Mal, diesmal in den Westpazifik.

Da die USS Kitty Hawk (CV-63) überraschend ins Trockendock musste, ersetzte die Reagan sie kurzfristig.

Im Mai 2008 folgte die nächste reguläre Verlegung. Im Laufe dieser Fahrt half die Kampfgruppe den Opfern des Taifuns Fengshen auf den Philippinen und den Reisenden der gekenterten Princess of the Stars.

Im September verlegte die Reagan in das Einsatzgebiet der 5. Flotte und löste dort ihr Schwesterschiff USS Abraham Lincoln (CVN-72) ab.

Im Rahmen der Operation Enduring Freedom wurden mehr als 1150 Einsätze über Afghanistan geflogen. Im Mai 2009 wurde die Reagan in den westlichen Pazifik verlegt. Im Sommer 2010 nahm sie an der multinationalen Übung RIMPAC teil. Zudem versorgte sie 2010 das vor der mexikanischen Küste in Seenot geratene Kreuzfahrtschiff Carnival Splendor mit aus Kalifornien eingeflogenen Lebensmitteln.

Im März 2011 wurde der Flugzeugträger vor die Küste Japans geschickt, um nach dem Tōhoku-Erdbeben im Rahmen der Operation Tomodachi für Nothilfe bereitzustehen. Am 14. März 2011 mussten drei Hubschrauberbesatzungen, die aus 17 Crewmitgliedern bestanden, dekontaminiert werden, da sie dem Kernkraftwerk Fukushima I zu nahe gekommen waren, in dem mehrere Kernschmelzen stattgefunden hatten.

Später wurde auch das Deck des Flugzeugträgers dekontaminiert. Ende 2013 wurde bekannt, dass seit diesem Einsatz 71 Besatzungsmitglieder schwer erkrankt sind, 51 davon an verschiedenen Krebsarten (Stand Januar 2014).

Da die Nuklearkatastrophe von Fukushima als Ursache für die Erkrankungen angenommen wird, wurde von den Besatzungsmitgliedern des Flugzeugträgers eine Klage gegen das japanische Energieunternehmen und Betreiber des Kernkraftwerkes Fukushima Daiichi, Tepco, eingereicht (1, 2, 3). Ausschlaggebend ist, dass sie als Angehörige der US-Marine nicht gegen die US-Regierung klagen dürfen.

Anmerkungen

(1) 51 US-Soldaten erkranken nach Fukushima-Einsatz an Krebs. In: Focus, 7. Januar 2014.

(2) US-Soldaten nach Fukushima-Einsatz schwer erkrankt. In: Die Welt, 7. Januar 2014.

(3) Navy sailors have radiation sickness after Japan rescue. In: New York Post, 22. Dezember 2013.

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