USS Enterprise

USS Enterprise – Außerdienststellung am 01. Dezember 2012

 

Mit einer Gesamtlänge von 342,3 Metern ist der Flugzeugträger USS Enterprise das größte Kriegsschiff der Welt. Rechnet man den Überhang des Katapultauslegers hinzu erreicht Sie sogar eine Länge von 434,3 Metern. Die USS Enterprise wurde in nur etwas über 2,5 Jahren im größten Trockendock der Welt in Newport im US Bundesstaat Virginia fertig gestellt.

USS_Enterprise
Übersicht & Technische Daten
Kiellegung 4. Februar 1958
Stapellauf 24. September 1960
Indienststellung
25. November 1961
Außerdienststellung 1. Dezember 2012
Heimathafen Norfolk, Virginia
Wasserverdrängung 75.704 tn. l. Standard

93.284 tn. l. maximal
Länge 342,3 m (über alles)

317,2 m (Konstruktionswasserlinie)
Breite 38,5 m (Konstruktionswasserlinie)

78,3 m (Flugdeck)
Tiefgang 10,8 m Standard

11,3 m Maximal
Besatzung 300 Offiziere
3000 Schiffspersonal
2200 Fliegendes Personal
Carrier Antrieb 8 A2W-DWR, 4 Turbinen

4 Schrauben, 280.000 PS
Geschwindigkeit 33,6 Knoten (62 km/h)

36 Knoten (67 km/h) Höchstgeschwindigkeit
Reichweite theoretisch unbegrenzt
Bewaffnung 3 Stck. Sea-Sparrow-Starter

3 Stck. 20-mm-Phalanx CIWS
Flugzeugkapazität 85 Maschinen (Standard)

110 Maschinen (Maximal)
Spitzname Big E

Dimensionen

Die Rumpflänge des Flugzeugträgers beträgt 317 Meter bei einer Breite von 39,6 Meter an der Konstruktions-Wasserlinie des Kriegsschiff.

Das Flugdeck ist etwas über 342 Meter lang und hat eine maximale Breite von 78 Metern.

Vom Kiel zum Mast sind es 76 Meter.

Der Tiefgang der USS Enterprise schwankt zwischen normaler Nutzung und Vollast lediglich um 50 cm und beträgt dann 11,3 Meter.

Kernenergie wurde Bei der USS Enterprise zum ersten mal bei einem Flugzueugträger eingesetzt.

Dies gibt Ihr quasi eine unbegrenzte Reichweite.

Die Reichweite der acht Druckwasserreaktoren wurde mit etwa 800.000 Seemeilen berechnet, was bedeutet dass der Flugzueugträger nur alle 13 Jahre „nachtanken“ muss.

Die 4 Getriebeturbinen der USS Enterprise treiben jeweils 5-blättrige Schrauben an und haben zusammen eine Antriebsleistung von 280.000 PS.

Aufgrund des Kernenergieantrieb benötige der Flügzeugträger natürlich keine riesigen Dieseltanks wie andere Schiffe und kann somit mehr Ausrüstung und Treibstoff für die Flugzeuge und Besatzung mitführen.

 

Besondere Vorkommnisse

 

Feuer an Bord
Am 14. Januar 1969 gab es einen schweren Zwischenfall während eines Manövers vor Oahu.
Durch die heißen Abgase eines startenden Flugzeugs aufgeheizt, explodierte der Sprengkopf einer Zuni-Rakete und riss ein Loch in den Tank des voll betankten Flugzeugs. Das durch den auslaufenden Treibstoff entstehende Feuer breitete sich über das gesamte hintere Flugdeck aus, wo sich etliche für das geplante Manöver voll getankte und bewaffnete Flugzeuge befanden.

In den folgenden 15 Minuten kam es zu mehreren schweren Explosionen durch Mk. 82-500-Pfund-Bomben, die in der Hitze des Feuers detonierten. Dadurch wurden mehrere Löcher in das Flugdeck gerissen, durch die sich das Feuer auch auf darunter liegende Decks ausbreitete. Nach 45 Minuten war das Feuer, auch mit Hilfe der Unterstützung durch die Zerstörer Rogers und Benjamin Stoddert, auf dem Flugdeck endlich unter Kontrolle gebracht, unter Deck einige Zeit später.

An Bord der Enterprise gab es 25 Tote. 371 Besatzungsmitglieder wurden verletzt, 62 von ihnen mussten nach Hawaii ins Krankenhaus gebracht werden, da ihre Verbrennungen an Bord nicht ausreichend behandelt werden konnten.

15 Flugzeuge wurden zerstört, 17 beschädigt. Die Schadenssumme belief sich auf über 50 Millionen US-Dollar, der Träger musste anderthalb Monate in der Pearl Harbor Naval Shipyard wieder instand gesetzt werden.

Simulierten Torpedofächer auf den Träger
Nach einem 2007 veröffentlichten Bericht des Hamburger Abendblattes gelang es dem deutschen U-Boot U 24 (Klasse 206A) während eines gemeinsamen Manövers in der Karibik, unbemerkt von den Sicherungsfahrzeugen an die Enterprise heranzukommen, erfolgreich einen simulierten Torpedofächer auf den Träger zu feuern und ihn durch das Periskop zu fotografieren.

Weder die Besatzung der „Enterprise“ noch die anderen US-Schiffe zu ihrem Schutz hatten das deutsche U-Boot bemerkt − bis es auftauchte.

Skandal auf Big E
Am 4. Januar 2011 wurde der Kommandant der Enterprise, Captain Owen Honors, wegen eines Skandals um sexistische und homosexuellenfeindliche Videos des Kommandos über den Flugzeugträger enthoben. Sein Nachfolger wurde Captain Dee Mewbourne, der zuvor die USS Dwight D. Eisenhower kommandiert hatte.

Letzte Einsatzfahrt
Am 11. März 2012 begann der Träger seine letzte Einsatzfahrt und befand sich seit August im Persischen Golf; Mitte Oktober 2012 passierte das Schiff den Suez-Kanal und verließ den Nahen Osten; sie lief am 4. November 2012 letztmals in ihren Heimathafen Norfolk ein.

Nach seiner Außerdienststellung am 1. Dezember 2012 soll der Träger ab 2015 bei Newport News Shipbuilding abgewrackt werden.

Anmerkungen

Autorenliste Wikipedia

©Fotos v.o.n.u.v.l.n.r.: U.S. Navy