USS Abraham Lincoln

USS Abraham Lincoln – Indienststellung am 11. November 1989

 

Die USS Abraham Lincoln (CVN-72) ist der fünfte Flugzeugträger der Nimitz-Klasse der US Navy. Der Name wurde zu Ehren von Abraham Lincoln, dem 16. Präsidenten der USA, gewählt.

Das Schiff wurde von der Newport News Shipbuilding Company in Newport News, Virginia gebaut. Die Indienststellung erfolgte auf der Marinebasis Norfolk, Virginia. Nach einer umfangreichen Generalüberholung in Bremerton, Washington, ist die USS Abraham Lincoln seit 1997 in der Naval Station Everett, Washington beheimatet. Im Mai 2007 war das Carrier Air Wing Two (CVW-2) auf der Abraham Lincoln stationiert.

Übersicht & Technische Daten
Kiellegung 03. November 1984
Stapellauf 13. Februar 1988
Indienststellung
11. November 1989
Heimathafen Naval Station Everett, Washington
Wasserverdrängung 75.704 tn. l. Standard

93.284 tn. l. maximal
Länge 342,3 m (über alles)

317,2 m (Konstruktionswasserlinie)
Breite 38,5 m (Konstruktionswasserlinie)

78,3 m (Flugdeck)
Tiefgang 10,8 m Standard

11,3 m Maximal
Besatzung 3200 Schiffspersonal
2480 Fliegendes Personal
Carrier Antrieb 8 A2W-DWR, 4 Turbinen

4 Schrauben, 280.000 PS
Geschwindigkeit 33,6 Knoten (62 km/h)

36 Knoten (67 km/h)
Reichweite theoretisch unbegrenzt
B-Elemente reichen 25 Jahre
Bewaffnung 2 x ESSM-Sea Sparrow
2 x Rolling-Airframe-Starter
2 x PHALANX CIWS
Flugzeugkapazität 90 Flugzeuge und Helikopter

Inspektionen & Einsätze

Nach ihrer Indienststellung 1989 kehrte das Schiff noch einmal für mehrere Wochen ins Trockendock zurück, da Kühlwasser aus dem Reaktor ausgelaufen war. Nach der Überführung in den Pazifik im September 1990 sollte im Mai 1991 der erste Einsatz folgen.

Das Schiff wurde in den persischen Golf entsandt, um als Kommandoschiff der Alliierten Streitkräfte die Nachbereitung des Zweiten Golfkrieges durchzuführen.

Noch während der Fahrt wurde das Schiff jedoch auf die Philippinen umgeleitet, um Staatsbürger der USA nach dem Ausbruch des Vulkans Pinatubo zu evakuieren.

Infolge des Seebebens im Indischen Ozean befand sich die Abraham Lincoln seit dem Jahreswechsel 2004/2005 zusammen mit Teilen ihrer Trägergruppe und dem Hubschrauberträger USS Bonhomme Richard (LHD-6) mehrere Monate vor der Küste von Sumatra, um Katastrophenhilfe zu leisten (insbesondere Lufttransport von Hilfsgütern).

2006 war der Träger Teil der Übung Valiant Shield, der größten Übung der US-Streitkräfte im Pazifik seit Jahrzehnten.

Nach einer Einsatzfahrt im Rahmen der Operation Enduring Freedom begann im Oktober 2008 eine neunmonatige Überholung in der Puget Sound Naval Shipyard, die 250 Millionen Dollar kostete.

Im September 2010 folgte die erste Verlegung seit der Überholung, die Lincoln fuhr im Pazifik und im Persischen Golf.

Im März 2010 vergab die US Navy einen Auftrag für einen Refueling and Complex Overhaul (RCOH) an Northrop Grumman. Jeder Flugzeugträger der Nimitz-Klasse durchläuft diese Generalüberholung mit Reaktorwiederbefüllung einmal in seinem Leben. Arbeiten für 80,1 Millionen US-Dollar sind bereits vergeben, mit allen Optionen kann der Vertrag bis zu 678,6 Millionen US-Dollar wert sein.

Am 7. Dezember verließ die Lincoln Everett Richtung arabisches Meer, wo der Träger das Schwesterschiff USS John C. Stennis ablöste. Am 22. Januar 2012 durchquerte der Träger die Straße von Hormus, ohne dass dies unmittelbar zu einem Zwischenfall führte und legte am 1. Februar 2012 im Hafen von Bahrain an. Bis Anfang Juli wurde die Operation Enduring Freedom unterstützt. Am 16. Juli passierte die Abe den Suez-Kanal und legte darauf im Hafen von Antalya an. Von dort kehrte der Träger nicht an die Westküste der USA zurück, sondern fuhr nach Ablösung durch die USS Dwight Eisenhower zur Naval Station Norfolk.

Dort wurde der Flugzeugträger auf die für Anfang 2013 geplante RCOH vorbereitet. Wegen Budgetkürzungen bei der Navy wurde die Generalüberholung verschoben, sodass erst am 28. Mai 2013, anderthalb Monate später als geplant, die Abe zu Newport News Shipbuilding geschleppt wurde. Die Werftliegezeit wird mindestens dreieinhalb Jahre dauern, sodass mit einem Wiedereintritt in die aktive Flotte erst Ende 2016 gerechnet werden kann.

Zwischenfälle

27. Juli 1989 – Austreten von Kühlwasser aus dem Reaktor
29. Juni 1991 – Zusammenstoß von zwei F-14 Tomcat Flugzeugen in der Luft. Beide Crews überleben.
8. Juli 1991 – Absturz einer F-14 Tomcat. Beide Piloten werden gerettet.
9. Juli 1991 – Eine EA-6 Prowler muss nach technischem Problemen auf der Abraham Lincoln notlanden.
24. August 1991 – Eine F-18 Hornet stürzt nach dem Start ins Meer. Der Pilot kann gerettet werden.
25. Oktober 1994 – Lieutenant Kara Spears Hultgreen, die erste F-14-Pilotin der Welt, stirbt bei einem Landeunfall.
29. September 2000 – Eine F-18 Hornet stürzt in den persischen Golf, der Pilot kommt ums Leben.

Anmerkungen

Autorenliste Wikipedia

©Fotos v.o.n.u.v.l.n.r.: U.S. Navy